Auf zur WM 2010 in Südafrika!

Wird Deutschland endlich wieder Fußball Weltmeister? Diese Frage stellen sich alle Fußball Fans und die, die es für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika werden wollen. Viele Menschen in allen Ländern dieser Welt entdecken gerade zu solch großen Turnieren, wie es die WM alle vier Jahre ist, ihre Leidenschaft für den König Fußball. Jeder hofft, dass der Titel ins eigene Land kommt, ganz gleich, ob ein Außenseiter an den Start geht, oder die Favoriten auf dem Rasen auflaufen. Deutschland gehört zu den Favoriten, doch wie sich unsere Jungs rund um den Bundestrainer Jogi Löw anstellen werden, steht noch in den Sternen. Abseits vom runden Leder gibt es aber vieles über Südafrika zu berichten, das sehr interessant ist: Zum Beispiel die Vorbereitungen, die Südafrika treffen musste, um die vielen Besucher aus aller Welt zu empfangen und überhaupt als Bewerber für den Fifa Weltpokal zugelassen zu werden.

Die Stadien: hier kämpft die deutsche Elf

Alle Urlauber, die nicht gerade von ihrer Reiseabbruchversicherung Gebrauch machen müssen, oder die Reise gar nicht erst antreten, können sich in ihren Hotels auf spannende Spiele freuen. Viele Fans können es kaum noch erwarten; sie haben sich Reise, Unterkunft und Eintrittskarten längst gesichert. Dabei kommen bei Flügen nach Südafrika mit Hotel und Halbpension einige Tausend Euro zusammen, die man besser versichern sollte – so kann man seinen Urlaub umso mehr genießen, auch wenn die Reiseversicherungen Geld gekostet haben. Ohne die Angst, ein schicksalhafter Zwischenfall könnte den Urlaub verhindern oder verkürzen, schläft es sich gleich doppelt so gut. Einiges Geld wird auch dabei verbraucht, zu den Stadien zu fahren, denn immerhin findet die WM in allen Winkeln Südafrikas statt. In Johannesburg sind zwei der Stadien untergebracht, in denen wichtige Spiele stattfinden: Soccer City in Johannesburg gibt es seit 1989, das Ellis-Park Stadion wurde bereits 1927 eröffnet. Durban, Pretoria und Port Elizabeth, sowie vier weitere, eher unbekannte Orte sind Schauplatz der harten WM Fights, die es sicher geben wird – von der Vorrunde bis zum Finale.

Die Vorrunde für das deutsche Team

Es hätte wirklich schlimmer kommen können: Während sich die deutsche Nationalelf auf die Weltmeisterschaft vorbereitet, wurden bereits die Gruppen der Vorrunde ausgelost. Deutschland trifft in seinen ersten Spielen auf Australien, Ghana und Serbien. Ob mancher der Spieler schon freudig jubelt, dass diese Vorrunde nicht so schwer wird, wie zum Beispiel gegen relative Angstgegner, wie etwa Brasilien oder England? Harte Zeiten sind dennoch angesagt: Kein Tag vergeht, ohne Training, mit zwischenzeitlichen Pausen im Spa, um die müden Glieder zu entspannen. Der Eifer und eine Portion Siegeswille trägt die Mannschaften vor solchen Events immer auf einer besonderen Wolke aus Motivation, Kampfgeist und natürlich der absoluten Lust auf den Pokal, der in der WM im eigenen Lande dem deutschen Team ja leider nicht gegönnt war – Deutschland wurde 2006 zwar Weltmeister der Herzen, spielte sich in die Herzen der Fans, konnte den Titel aber bekanntlich nicht holen. Wie wird das 2010? Daumen drücken ist angesagt.

Die Zeit zwischen den Spielen nutzen

Südafrika hat viele schöne Winkel; Orte, an denen sich die Zeit zwischen den Spielen wunderbar vertreiben lässt. Nach einem Sieg an der Hotelbar zu feiern und am nächsten Tag im luxuriösen Wasserbett auszuspannen, ist sicher für jeden Gast erlaubt. Doch dann sollte es auch schon wieder Abenteuer geben, denn kaum ein WM Besucher wird sich alle Spiele ansehen. Somit bleibt zwischen den einzelnen Spielen genug Zeit, sich das schöne Johannesburg anzusehen. Zwar genießt diese südafrikanische Stadt nicht gerade den Ruf einer Touristenhochburg, dennoch aber gibt es hier einige Sehenswürdigkeiten, unter anderem das Apartheid Museum. Dieses Museum liegt nahe der Gold Reef City, wo das Johannesburger Leben pulst. Ein großes Vergnügungszentrum sorgt hier nicht nur an einem Tag für Kurzweil. Unbedingt gesehen haben sollte der WM Besucher die Cradle of Humankind – die Krippe der Menschheit, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. In der Landessprache heißt Johannesburg auch eGoli, übersetzt in etwa mit „Ort des Goldes“.

Neben Durban und Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas, ist auch Kapstadt unbedingt einen Ausflug wert, wenn dort nicht ohnehin das Urlaubslager aufgeschlagen wurde. Leider findet die Weltmeisterschaft außerhalb der schönsten Zeit im Jahr an diesem Ort statt: Schöner als zwischen Oktober und März kann man Südafrika und Kapstadt selbst nicht erleben. Dennoch wird sich auch hier etwas finden lassen, um Land und Leute kennen zu lernen. Die Ferienobjekte sind normalerweise im deutschen Sommer bestens ausgebucht – und dabei zieht es die Gäste nicht nur nach Robben Island, das ehemalige Gefängnis vom Nationalheld Nelson Mandela. Auch hier hat die UNESCO sich entschlossen, den Titel Weltkulturerbe zu verleihen. Strandurlaub ist natürlich in Südafrika auch möglich; in Kapstadt ist dies vor allem der Vorort Camps Bay, wo sich in den südafrikanischen Sommermonaten die Touristen sammeln.

Urlaub außerhalb von Hotels

Schon, seit feststeht, dass die WM 2010 in Südafrika stattfinden wird, haben sich die Menschen auf den zu erwartenden Ansturm der Besucher im Lande vorbereitet. So ist es für die genügsameren Urlauber auch möglich, sich eine Ferienwohnung zu suchen, sich dort selbst zu verpflegen und ohne Termin am Hotelbuffet die Tage zu verleben. Wer es vor seiner Ferienwohnung gemütlich mag, kann sich ein Barbecue zaubern; ansonsten ist hier auch einmal bis zum Mittag schlafen, entspannt frühstücken und dann die Vorbereitung auf das Singen der Fanlieder erlaubt. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass Südafrika auf der entgegengesetzten Seite der Erde liegt und dort der Winter Einzug gehalten hat, während in Deutschland hoffentlich ein schöner Sommer wartet.

Die Kriminalität in Südafrika

So ganz einwandfrei ist der Ruf Südafrikas nicht – das Land gilt als Hochburg der Kriminalität, doch wollen natürlich die Verantwortlichen der Behörden vor Ort keine unzufriedenen Gäste sehen; sie werden peinlichst genau aufpassen, dass sich Taschendiebstähle und andere kriminelle Energien in Grenzen halten. Selbstschutz ist wichtig, wie auch Sicherheitsfachleute aus hiesigen Ermittlungsbüros wissen: Wer die Kamera in der offenen Handtasche mit sich herumträgt, das Portemonnaie mit allem Bargeld gleich daneben, muss sich nicht wundern, wenn Langfinger diesen Leichtsinn schnell für ihre Zwecke missbrauchen. Gürteltaschen, das Verteilen der Bargeldreserven und der Kreditkarten an mehrere, körpernahe und niemals unbeobachtete Orte: da kann schon nur noch die Hälfte passieren.

Mobil auch ohne Auto: Infrastruktur in Südafrika

Wer sich im Vorfeld seiner Buchung der WM Reise nach Südafrika Sorgen gemacht hat, dass er eventuell an einem Ort festsitzt, hat sich bestimmt schon wieder beruhigt. Die Reise zu den weiter vom Urlaubsort entfernt gelegen Stadien oder Sightseeing Orten ist auch ohne eigene Autos möglich. Bekanntlich wurden schon im Vorfeld der WM die Infrastrukturen im Lande deutlich verbessert; sogar ein neuer Flughafen wurde in Durban gebaut. Die beiden großen Flughäfen in Kapstadt und Johannesburg sind der zu erwartenden Anreisewelle ebenfalls gewachsen. Eröffnet wird auch noch eine neue Eisenbahnstrecke, die in der Metropolregion um Johannesburg herum verkehrt.

Mitbringsel aus Südafrika

In der Hoffnung, dass die Nationalelf den Weltmeister Pokal als Mitbringsel mit nach Hause nimmt, werden sicher im Reisebudget der Südafrika Besucher einige Euro für Andenken enthalten sein. Für die WM Besucher aus aller Welt sind auch schon die Handwerker und Bastler gewappnet, die an kleinen Marktständen tollen, handgefertigten Schmuck verkaufen. Hier kommt es weniger auf die edlen Materialien an, aus denen Schmuck normalerweise gefertigt wird: Einzigartig, irgendwie bizarr und hübsch sind die Schmuckstücke, die oft in filigraner Handarbeit hergestellt werden.

Ob man nun am Straßenrand kauft oder in einem der Curio Shops, bleibt dem Gast selbst überlassen. Als Souvenir für sich selbst oder als Mitbringsel für die daheimgebliebenen Freunde und Verwandten eignet sich die Handwerkskunst Südafrikas nicht nur in Sachen Schmuck, sondern auch in Bezug auf Haushaltswaren, Dekorationen und Kleidung. Deutsche Fans, die es nicht lassen können, ihr Dirndl oder ihre Lederhose einzupacken, um dem typisch deutschen Ruf etwas nachzuhelfen, werden auf mindestens ebenso heimatstolze Zulus treffen, die ebenfalls stolz ihre Trachten zur Schau stellen. Hier prallen Welten aufeinander und bestimmt landet ein urtypisch südafrikanisches Kleidungsstück oder Accessoire auch im Koffer – Ziel Deutschland oder ein anderes Land der Erde.

WM im TV: Südafrika im Herzen, Fußball im Blut

Manche Küche verkommt zur verrauchten Bierhalle, wenn die Kumpel alle zusammen beim „public viewing“ erscheinen – nicht auf dem Stadtplatz, nicht in der Eckkneipe, sondern zu Hause. Die Dunstabzugshaube läuft auf Hochtouren, um den Zigarettenqualm zu filtern und die Luft wieder nebelfrei zu bekommen. Gereicht werden schnelle Gerichte, wie Schnittchen, Würstchen oder Pizza – wer alleine vor seinem Fernseher sitzt, ist selbst schuld, denn die Angebote zum gemeinsamen Ansehen der Spiele werden für die Daheimgebliebenen sicher zahlreich sein. Nur ein Bruchteil der Menschen wird etwas anderes unternehmen, wenn die Deutschen auf dem Platz dem Ball hinterherjagen, und die Ergebnisse vielleicht höchstens auf dem Computer verfolgen.

Die Fernsehübertragung wird übrigens am besten über Sky zu gestalten sein; die wichtigsten Spiele, vor allem jene mit deutscher Beteiligung, übertragen die öffentlich-rechtlichen Sender, sowie RTL. Sollten die Einschaltquoten rückläufig sein, liegt dies nicht unbedingt an den weniger interessierten Zuschauern, sondern daran, dass seit der WM in Deutschland das Public Viewing einen sehr hohen Stellenwert bekommt. Auch für die WM 2010 sind Übertragungen zum Beispiel im Münchner Olympiastadion und an vielen weiteren öffentlichen Orten geplant. Tausende Menschen treffen sich hier, in Fankleidung und bester Stimmung, um unsere Elf zu unterstützen und hoffentlich siegreich nach Hause jubeln zu können. Wer seine Schuhe nicht strapazieren möchte, fährt in einem Autokorso mit; ausgelassene Stimmung wird sicher in mancher deutschen Stadt zu sehen sein; die Herzen natürlich bei den Spielern in Südafrika.

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